Bürgerinitiative zur Schaffung eines „Anti-Mobbing-Gesetzes“
Nachruf
Leider musste ich Dich, die „Bürgerinitiative“ zu Erreichung eines „Anti-Mobbing-Gesetzes“ im Sommer dieses Jahres zu grabe tragen.
Dabei ging es ja auch um schwere „Menschrechtsverletzungen“!
Obwohl Du einige Monate vorher seitens des Bundesministeriums für Justiz noch sehr befürwortet wurdest. Auch im Parlament hat man Dich anfangs sehr positiv behandelt. Sogar auch von der werten Frau Parlamentspräsidentin.
Ganz Plötzlich wehte ein so frostiger Wind durch die Reihen, welchen Du, liebes „AMG“ nicht überlebt hast.
In der Begründung unserer Politiker findet man kein einziges Wort darüber, dass die verbrecherischen „Mobber“ bestraft gehören!
Man will nur besonders auf Prävention setzen. Die Psychologen und Psychiater sollen beschäftigt werden. Sie waren schon von Anfang an, gegen ein „AMG“ und ihre langjährige Prävention hat bisher überhaupt nicht geholfen. Ganz im Gegenteil, die „Mobbing-Handlungen“ sind inzwischen explodiert. Es stört die Entscheidungsträger offenbar auch nicht, dass die armen und millionenfachen Opfer und ihre Angehörigen schon bisher und nun auch in Zukunft, schwer krank gemacht werden und den „Sozialversicherungen“, sprich allen Bürgerinnen und Bürgern von Österreich, enorm viel Geld kosten. Unverständlicherweise wollten „Dich“ die Krankenkassen auch schon von Anfang an nicht! Obwohl sie durch Dich sehr viel Geld ersetzt bekommen hätten!
Auch die extrem vielen Selbstmorde wegen Mobbing lassen die Mehrheit unserer politsch Verantwortlichen offenbar eiskalt.
Liebes „AMG“!
Hoffentlich holen Dich bald sozial und human
denkende Menschen wieder aus dem Grabe!
Damit Du Auferstehen und endlich helfen kannst!
Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei allen Personen, die diese Bürgerinitiative unterstützt haben, sehr herzlich bedanken. Vor allem nochmals bei den „Komitee-Mitgliedern“.
Dein immer an Dich denkender Walter.
Melk, Oktober 2011
Plutsch Walter, A 3390 Melk
E-Mail: walter.plutsch@aon.at, Telefon 0664 736 11 320
Statistische Zahlen zum Thema „Mobbing“ in Österreich
Plutsch Walter, Melk. Die Daten sind vorwiegend lt. „Statistik Österreich“, aber zum Teil schon 2 Jahre alt.
Weil „Mobbing“ in Ö:sterreich kein „Tatbestand“ ist, gibt es auch keine Statistik! Weder vom ÖGB noch der AK waren Daten zu erfahren, auch nicht über eingereichte und davon gewonnene „Mobbing-Klagen“.
Die Einwohnerzahl Österreichs liegt derzeit bei 8,4 Millionen.
| Tatorte | Anzahl | Laut Medien jede(r) | Mobbingopfer |
| Kindergärten/Horte | 310.000 | 2 | 155.0000 |
| Pflichtschulen | 728.000 | 4 | 182.0000 |
| Höhere Schulen | 624.000 | 4 | 156.0000 |
| Universitäten | - | geschätzt | 30.0000 |
| Arbeitnehmer | 4.000.000 | 3-4 | 1.400.0000 |
| Vereine und sonstige Instutionen | - | geschätzt | 200.000 |
| insgesamt | 1.967.000 |
Zum Mobbing in Universitäten und Vereinen und sonstigen Institutionen liegen keine Zahlen vor. Diese Daten sind geschätzt bzw. aus persönlicher Beratungserfahrung gewonnen.
Dazu kommen noch die Angehörigen von Betroffenen - die Mitleiden:
Z.B. bei mir: Die Gattin, 2 Kinder und 2 Enkelkinder. Werden nur 1-2 pro „Mobbing-Opfer“ angenommen ergibt das nochmals ca. 3.000.000 Menschen.
Insgesamt: Gerundet - mindestens: 5.100.000 Menschen
Achtung: Dazu kommt noch die „Dunkelziffer“ und die ist sehr hoch!
Manche Experten sprechen sogar davon, dass weit über 3.000.000 Menschen - alleine in Österreich - unter Mobbing leiden und zum Großteil schwer krank gemacht wurden und noch immer werden. Viele wurden bereits sogar in den Tod getrieben!
Meistens kommt zu diesen schweren „Menschenrechtsverletzungen, auch eine hohe finanzielle Benachteiligung, gesellschaftliche Ausgrenzung usw.“
ORF-NÖ: Laut Radiobericht vom 10.07.2011 nimmt Mobbing immer mehr zu! Jeder zehnte Jugendliche im Alter von 9 bis 16 Jahren, wird im Internet „Gemobbt“ (Cyber-Mobbing genannt).
Werdegang und Dank
Bereits im Sommer 2007 startete ich mit dieser Initiative.
Mir war es ein Anliegen, ein eigenes Komitee zu schaffen, um der Sache mehr Nachdruck zu verleihen. Siehe eigene Liste!
Zur Einreichung und Behandlung im österreichischem Nationalrat sind 500 Unterschriften notwendig. Bis Ende des Jahres waren ca. 600 Unterschriften gesammelt und ich wollte die Unterlagen im Parlament vorlegen. Auf vielseitigen Wunsch setzte ich die Arbeit fort.
Am 18.Juni 2009 wurde der Antrag mit 1.520 Unterschriften im Parlament eingereicht. Im Beisein von zwei Herren des Komitees der Bürgerinitiative, Herrn Nationalrat Mag. Albert Steinhauser und Herrn Dr. Markus Bostl, durften wir den „Antrag“ um Schaffung eines eigenen „Anti-Mobbing-Gesetzes“, im Parlament, an die sehr geschätzte Frau Nationalratspräsidentin, Mag. Barbara Prammer, überreichen. Die Frau Präsidentin war sehr nett und nahm sich etwas mehr Zeit um mit uns über das Problem „Mobbing“ zu sprechen. Und Sie sagte uns auch Ihre Unterstützung zu.
Das diesbezügliche Begleitschreiben und den beantragten Gesetzesvorschlag finden Sie hier (PDF).
Von links nach rechts: NR Mag. Albert Steinhauser, meine Wenigkeit, die sehr geehrte
1. Nationalratspräsidentin und Dr. Markus Bostl. Aus terminlichen Gründen war es leider
weiteren Komiteemitgliedern nicht möglich, ebenfalls dabei zu sein.
Bereits am 25.06.2009 wurde der Antrag samt Beilagen dem Komitee für
„Petitionen und Bürgerinitiativen“ vorgelegt.
Von diesem Komitee wurden Gutachten von verschiedenen Ministerien eingeholt.
Am 18.12.2009 erfolgte der einstimmige Beschluss, einer Zuweisung an den
„Parlamentarischen Justizausschuss“.
Am 29.01.2010, in der 53. Sitzung des Nationalrates, wurde der Antrag auf Zuweisung
an den „Justizausschuss“ mit 20 „Pro-Stimmen“ (9 waren Contra) angenommen.
Am 01.07.2010 erfolgte ein Bericht des Justizausschusses (XXIV.GP) im Parlament.
Am 09.07.2010 auf der Tagesordnung der 74. Sitzung des Nationalrates, erfolgte
-ohne Gegenstimme- die Annahme einer Entschließung, gem. § 27 (3) GOG.
Der Gesetzesantrag soll nun vom Bundesministerium für Justiz geprüft werden.
Nachdem die Gerichte ja für Gerechtigkeit da sind, wird es hoffentlich bald
eine rechtliche Erleichterung für die inzwischen weit über zwei Millionen
gemobbter Menschen - die sehr oft unter unvorstellbaren Qualen leiden - geben.
Allen Personen und Institutionen, die am Zustandekommen dieser sehr wichtigen „Bürgerinitiative“ in irgend einer Form mitgeholfen haben, wird auf diese Art ein sehr herzlicher Dank ausgesprochen.
Gleichzeitig bitte ich aber alle Personen, die an einer tatsächlichen Verwirklichung dieser wichtigen Forderung weiterhin mithelfen können, um Ihre, auch nun noch sehr notwendige, Mithilfe. Dafür sage ich jetzt schon ein herzliches Dankeschön!
Ein Appell an die Medien:
Bitte unterstützen Sie diese immens wichtige Forderung. Danke!
Mit besonders freundlichen Grüßen,
Ihr hoffnungsvoller Erstunterschreiber,
Plutsch Walter
Melk, am 11. September 2010
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Mobbing in der Presse
Einige Headlines von Zeitungsartikeln Mobbing betreffend: Ab Juli 2009
Am Puls
| 02.06.10 | Psyche: Frühpensionen seit 2005 bei Frauen dadurch verdreifacht. Krankenstände, lt. NÖGKK, in 4 Jahren verdoppelt ! |
Krone
| 31.10.09 | Psychische Leiden gelten als Risiko. |
| 04.01.10 | Jedes dritte Kind ist Opfer von Mobbing an deutschen Schulen. |
| 10.01.10 | Urkunde war falsch – Mobbingalarm. Abteilungsleiter muss in Zelle arbeiten. |
| 16.02.10 | Jeder Zweite ist bereits Opfer. Gewalt in der Arbeit wird immer häufiger in Österreich. |
| 04.03.10 | Wenn Job immer schlimmer wird: Europa erschüttert die Selbstmordserie. |
| 11.03.10 | Psychoterrors am Arbeitsplatz immer häufiger. Hinweis-Fonds Gesundes Österreich. Mobbing im Pensionistenheim (ü. Putzfrau, B. Edner). Das Tagebuch eines jahrelangen Psychoterrors. Zahlen sind in letzter Zeit geradezu explodiert. „Fonds Gesundes Österreich von Hörhan Christoph – jeder 3. fühlt sich gemobbt. |
Kurier
| 04.03.10 | Mobbing am Arbeitsplatz. „So viele Beratungen wie noch nie“. |
Kneippheft
| 04.2010 | Mobbing am Arbeitsplatz. Von Dr. Stefan A. Bayer, Präsid. d. Akad. f. Arbeitsmed. |
NÖN
| 45/2009 | S. 33, Stressfaktor Nr. 1: Kein Feedback. |
| 13/2010 | Gesund arbeiten. Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) |
| 28/2010 | S. 21, Mobbing im Bundesheer. Jede 5. Soldatin gilt als Mobbingopfer! |
Bezirksblatt
| 28.04.10 | Krank im Gesundheitssystem. Arbeitsbedingungen drohen Beschäftigte auf Dauer zu überlasten. |
Unser NÖ, Melk-Erlauftal
| 30.1.09 | Stalkerterror: Heuer schon 27 Opfer. Stalking = „Mobbinghandlungen“. |
Impressum/Kontakt
Plutsch Walter
Gründer/Leiter der Selbst-Hilfe-Gruppe-Mobbing-NÖ Mitte (SHGM-NÖM)
3390 Melk, Anselm Schrambgasse 6
Neu: Telefon 0664 736 11 320, E-Mail: walter.plutsch@aon.at
Bitte keine SMS´s!